DREHARBEITEN

Bei den Dreharbeiten zu Helden 06

Da uns anfangs unser Motion Control Roboter noch nicht zur Verfügung stand beschränkten wir uns zunächst auf den Dreh von statischen Publikumsszenen. So jubelten unsere gut 1000 LEGO Zuschauer auf den Rängen schon, bevor der Ball überhaupt ins Spiel kam.

bei den Dreharbeiten  Bei der Stop-Motion-Technik wird Bild für Bild einzeln aufgenommen. Wir haben die Figuren also immer nur um ein kleines Stückchen bewegt und dann mit der digitalen Spiegelreflexkamera ein Bild aufgenommen. Durch Aneinanderreihung der vielen Einzelbilder entsteht der Eindruck, dass sich die Figuren bewegen (wie ein "Digitales Daumenkino").

"Fernsteuerung"

Für die Animationen benutzten wir digitale Spiegelreflexkameras von Canon (300D bzw. 350D). Die Kameras sind über USB mit dem Mac verbunden und können von dort "ferngesteuert" werden.

So können alle nötigen Parameter wie Blende, Belichtungszeit, etc. bequem vom Rechner aus erledigt werden. Ein einfaches Drücken der Leertaste genügt, um die Fotos digital auf der Festplatte abzuspeichern. Außerdem war es möglich, die Bilder direkt miteinander zu vergleichen. Auf diese Weise konnten Animationsfehler sofort entdeckt und korrigiert werden. Remote Capture

Motion-Control

Für Kamerafahrten setzten wir eine so genannte Motion Control ein. Bei unserer MoCo handelte sich dabei um einen gewöhnlichen Industrieroboter älteren Jahrgangs, auf dem die Kamera befestigt wurde.

Motion Control Roboter Der Roboter wird per Kommandozeile oder mit einem Skript in einem Koordinatensystem bewegt. Sechs Achsen sorgen für viel Verwirrung und tolle Konversationen ("mach mal x auf 320 und A auf 24"). So sorgen manchmal Missverständnisse und Falscheingaben für Kurzstreckenspurts zum Notaus-Schalter, der sich im Nebenraum befindet.
Denn wenn bei der Koordinateneingabe beispielsweise mal eine Null vergessen wird, fährt der Roboter natürlich brav diese Stelle an, auch wenn sich dort Lichter, Computer, das Set oder gar lebende Personen befinden.
Helden-06 DVD: